Totem

In alten animistischen Zeiten hatte jede Ethnie ihr Totem (meist ein Tier oder eine Pflanze, manchmal auch Berg und Tal). Es bildete das Leitsymbol für alle – und durfte keinesfalls gegessen werden. Der Schamane der Gruppe “verkörperte” dieses Tier. Um ihm als Geist nahezukommen, versuchte man durch körperliche und geistige Strapazen (zum Beispiel lange Wanderungen, langes Fasten, besuchen einer Schwitzhütte, körperliche Schmerzen und vieles mehr) eine Vision herbeizuführen. Gegebenenfalls wurde diese dann durch den Schamanen gedeutet. So hatte, wie ich “Gravity’s Rainbow” entnehme, ein Herrerostamm das Erdschwein als Schutzgeist. Diese Leute assen selbstverständlich kein Erdschwein, nannte sich vielmehr selbst nach ihm.

Fragen dazu:

Gehört das nicht alles einer sehr fernen Vergangenheit an?

Was ist mit denen, die heutzutage kein Schwein essen, regelmässig fasten, lange Wanderungen (z.B. nach Mekka) unternehmen, dabei körperliche Strapazen und vieles mehr auf sich nehmen? Ist es denn ihr Leitsymbol? Und was ist mit denen, die Schwein fressen – ehm, Allesfresser sind?

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One Comment to “Totem”

  1. Sehr wenig gehört einer fernen Vergangenheit an…

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