Posts tagged ‘Pearl Harbor’

17. Februar 2011

“Makkaronisch” Fussnoten zum Rest des 1.Kapitels (in dem es schweinisch zugeht)


  • …selbst einen makkaronischen Gesang aus Deutschland….(S.209)

Eine unserer Geheim- bzw. Sparsprachen wie Pidgin, Kréole, Argot, Jiddisch, Denglisch, Rotwelsch, Kauderwelsch (jede Verwechselung mit gegenwärtigen Politikern wäre rein zufällig!), Küchenlatein…..

Der Name kommt wohl von den sizilianischen Teigwaren her, er wird auch oft pejorativ für Italiener im Allgemeinen gebraucht.

Beispiel à la Pynchon bzw. Heinrich Suso:

O Jesu parvule hehe

Nach dir ist mir so weh hehe

Tröst mir mein Gemüte

O puer optime hehe

Durch alle deine Güte

O princeps gloriae ae ae

Trahe me post te he

Trahe me post te!

Ein makkaronisches Gedicht aus den USA (sollten wir “maccaroni” schreim?):

The Most Important Letter In My Name
To the Tune of „America the Beautiful“

Oh, beautiful for E and R,
for I and K and A,
Oh, beautiful for all of these,
Especially the K!
I’m Erika, I’m Erika,
God shed his grace on me,
But not on those who write my name
And spell it with a C!

Auch der PC schreibt oft makkaronisch:

to Knack, tu nadr, v. a. unb v. n. ettU,
gewiffe&@evnufd) vjen fid) geben, fna^
(fcn , mit einem (53ernurd)e jevbrecüen.
to knack a Nut, eine 3tUB fnacfen.
to knack with his Fingers, mit ben
Ringern fnacfen. * 

Knacker, md'Ot, S. 1) ein fnacfcn* -
beö cber fnarvenbeö «Spieljeug» a) ein
9^u9fni;cfer. 5) berjenige, wcldjer
!ltlne(5Jerdt{)fi)aften verfertiget. 4) ein
©cild'.

 

  • Das war aber auch schon alles, was die “Weisse Visitation” den Bürgern von Ick Regis an Abwechslung zu bieten gehabt hatte… (S.120)

Ort an der Kanalküste Englands, nahe den Klippen steht die “Weisse Visitation”. Konnte den Ort net finden, könnte aber so aussehen:

“Frühe Barbaren Europas, die sich dicht genug unter diese Küste gewagt hatten, sahen diese weissen Barrieren durch den Nebel schimmern und wussten, wohin ihre Toten entführt worden waren…”

Es gibt einen Ort Bognor Regis westlich von Brighton (Brighton wird im Buch erwähnt)

  • …aber er hört Mrs. Quods lüsternes mnjam mnjam…(S.192)

Niam Niam: großer, zu den Nubavölkern gehöriger Volksstamm in Zentralafrika, unter 4–6° nördl. Br., im Gebiet der Quellen des Bahr el Gazal und der Wasserscheide zwischen diesem und den entweder zum Congo oder zum Schari fließenden Gewässern, welcher so von den Dinka, auf den Kannibalismus des Volkes anspielend, genannt wird, während derselbe bei den Monbuttu Babungera, bei den Mittu Makaraka oder Kakaraka heißt. Die Niam-Niam, deren Zahl 2 Mill. betragen soll, haben sich, kurz ehe die ersten Europäer zu ihnen kamen, nach Norden  hin ausgebreitet, die Stämme, auf welche sie stießen, unterjochend oder vertreibend. Im O. sind die durch fremde Zumischung ihnen entfremdeten Bongo (Papa was the king of Bongo) den Niam-Niam zuzurechnen. Die Hautfarbe ist rotbraun, das wollig-krause Haar wird in phantastische Flechten und Knoten gelegt, auch zu einem Strahlenkranz geflochten, der den Kopf wie ein Heiligenschein umgibt. Als Stammesabzeichen tättowieren sich die Niam-Niam drei oder vier mit Punkten ausgefüllte Quadrate auf Stirn, Schläfen und Wangen, ferner eine ╳-förmige punktierte Figur auf der Magengrube. Außerdem tragen sie mancherlei individuelle Tätowierungen. Die Schneidezähne feilen sie spitz. Als Kleidung dient ein Fellschurz, auf dem Kopf wird eine vierkantige, mit Federn ausgeputzte Strohmütze getragen. Zieraten sind Schnüre von Zähnen, Glasperlen und Drahtringe um Arme und Beine, die letzten namentlich bei den Frauen. Ihre kegelförmigen, gut gebauten Hütten sind zu kleinen Weilern gruppiert, die inmitten der Ackerfelder liegen; auf letztern bauen die Frauen Eleusine, Bataten, Mandiok, Yams und Tabak. Einzige Haustiere sind Hunde, die man mästet, und Hühner. Die Männer betreiben die Jagd. Die Menschenfresserei herrscht bei allen Stämmen; dem Menschenfett schreibt man eine berauschende Wirkung zu. Ihre Waffen sind Lanzen, hübsch gearbeitete Dolche, Krummsäbel, zackige Wurfeisen, länglich-oval geflochtene Schilde; seltener Bogen und Pfeile. Im Familienleben zeigt sich ein größerer Grad von Kultur als bei allen andern Völkern dieser Gegenden. Es herrscht Vielweiberei, doch hängen die Männer mit großer Liebe an ihren Frauen. (Anm. hibou: sie haben sie wohl zum Fressen gern?)

  • Als ob hier täglich ein Pearl Harbor stattfände… (S.110)

Durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor, der den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg auslöste, wurde der Hafen weltbekannt. Der Luftangriff erfolgte in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 und kostete 2.403 US-Amerikaner das Leben. Bei diesem Angriff wurde dieser Marinestützpunkt zerstört. Obwohl die gefürchteten Kamikaze durch die Japaner strategisch erst ab 1944 eingesetzt wurden, gab es bereits Angriffe solcher Art in Pearl Harbor.

  • …das sind die Arschgesichter hinter FDR…” (S.112)

Franklin Delano Roosevelt, US-Präsident 1933-45

  • …in der sie ihre Possen reissen, oinken, sommers Kühlung finden…(S.135)

du Ferkel!

  • …absurd wie ein Zuave…(S.150)

Zuaven nannten sich die Angehörigen historischer Infanterieeinheiten. Der Name geht auf den kabylischen Stamm der Zuauas im Distrikt Zuaua (Zuavia) in der algerischen Provinz Constantine zurück, die bereits zu Zeiten des Osmanischen Reiches Söldnertruppen stellten, die für ihre Tapferkeit berühmt waren. Leif Miles, übernehmen sie! Zuave hat nix mit Suevia (Schwaben) und auch nix mit des Papstes Schweizergarde zu tun J

  • …denn diese eigenartigen Verwandten der tödlichen Amanites phalloides (Rahab: Phallus!) sind es, denen Osbies Aufmerksamkeit gilt… (S.151)

Der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) ist eine Pilzart aus der Gattung der Wulstlinge (Amanita). Er ist ein mit Laubbäumen vergesellschafteter Mykorrhizapilz. Der Verzehr von nur geringen Mengen des Fruchtkörpers dieses Giftpilzes kann tödlich giftig sein, da die enthaltenen Gifte (Amatoxine und Phallotoxine) zu Leberversagen führen.

  • Doch die Spitfires werden sich … schadlos halten…(S.158)

Die Supermarine Spitfire war ein einsitziger Abfangjäger, der vor allem während des Zweiten Weltkrieges von der Royal Air Force und vielen Alliierten eingesetzt wurde. Die gute Wendigkeit des bei Supermarine Aviation Works (Vickers), Ltd. ursprünglich unter dem Chefkonstrukteur Reginald J. Mitchell und seinen Nachfolgern (Mitchell starb 1937) entwickelten Flugzeugs machte es bei den Piloten sehr beliebt. Bei Supermarine und seinen Lizenznehmern wurden mehr als 20.300 Spitfires aller Varianten gebaut. Die Maschine wurde während des gesamten Zweiten Weltkriegs an allen Fronten eingesetzt und blieb auch danach bis weit in die 1950er-Jahre im Dienst.

  • …der im Köfferchen ein Exemplar der Duineser Elegien bei sich trug… (S.162)

Duino-Aurisina (slowenisch Devin-Nabrežina, deutsch Thübein-Nabreschin oder auch Tybein) ist eine Gemeinde mit 8675 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2009) an der Adriaküste im Nordosten Italiens, in der Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest. In Duino befinden sich mehrere hochinteressante Kirchen, die teilweise auf spätantiken Fundamenten stehen. Zudem weist der Ort gleich mehrere Burgen und burgartige Schlösser auf. Die bekannteste Anlage, das Neue Schloss, das sich heute im Besitz der Familie Thurn und Taxis befindet und von ihr bewohnt wird, zeigt unter anderem die berühmte Palladianische Treppe. Einige Säle des Schlosses sind jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Zu besichtigen sind unter anderem ein Pianoforte, auf dem Franz Liszt während seines Aufenthaltes hier musiziert hat, und der Schlosspark, mit herrlichem Blick auf den Golf von Triest. Auch die Grafen von Chambord, Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Josef I., Erzherzog Maximilian mit Charlotte, Eleonora Duse, Johann Strauss, Gabriele D’Annunzio, Paul Valéry, Mark Twain, Victor Hugo und Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich nahmen oft in dem Schloss Aufenthalt. In Duino starb ferner 1906 der Physiker Ludwig Boltzmann.

Während seiner Aufenthalte auf Schloss Duino schrieb Rainer Maria Rilke als Gast der Prinzessin Marie von Thurn und Taxis seine Duineser Elegien. An den Dichter erinnert der berühmte Rilkeweg entlang der Felsen zwischen Sistiana und Duino, von dem aus sich ein Panorama-Blick auf die Bucht von Sistiana, den Golf von Triest und das Schloss bietet.

  • …hat jemand mit der Spitze eines Bajonetts die Worte “In hoc signo vinces” in die Rinde geritzt… (S.164)

„in hoc signo vinces“ (zu deutsch „In diesem Zeichen wirst du siegen“) ist eine lateinische Redewendung und Übersetzung der griechischen Phrase „τούτω νίκα“. Sie bezieht sich auf einen Sieg im Zeichen des Christentums. Eine andere Version, die sich später auf Münzen fand, lautet hoc signo victor eris („Unter diesem Zeichen wirst du Sieger sein“).

Der griechische Kirchenschriftsteller Eusebios von Caesarea ist Verfasser der Biographie Kaiser Konstantins (Vita Constantini). In dieser berichtet er von einer Schlacht Konstantins gegen Maxentius an der Milvischen Brücke im Jahr 312. Konstantin soll vor dieser Schlacht ein leuchtendes Kreuz mit der Inschrift τούτῳ νίκα erschienen sein. Der Feldherr soll infolge dieser Erscheinung einen Traum gehabt haben, in dem Christus ihm erklärte, dass er das Zeichen gegen seine Feinde einsetzen solle. Eusebius berichtet weiter, dass Konstantin daraufhin befohlen habe, das Labarum als Feldzeichen zu verwenden (vgl. Christusmonogramm).

Diese Redewendung war der Leitspruch der 4. Gardebrigade der kroatischen Armee; sie findet sich auch auf den Packungen der Zigarettenmarke „Pall Mall“

Anmerkung hibou: woraus hervorgeht, dass das Christentum vor allem als kriegerische Methode Zukunft hatte (was Konstantin und seine Fans betrifft)

  • …im Regent’s Park zu den Leoparden und Pekaris…(S.196)

Die Nabelschweine, neuweltlichen Schweine oder Pekaris (Tayassuidae) bilden eine mit den Echten oder altweltlichen Schweinen eng verwandte Familie der Paarhufer. Der Name Pekari entstammt der Sprache der brasilianischen Tupi-Indianer und bedeutet in etwa „Tier, das viele Wege durch den Wald macht“.

  • …unter den Faltenwurf von Miss Libertys Gewand zu schielen versucht….(S.218)

Der Walking Liberty Half Dollar ist eine US-amerikanische Silbermünze zu einem halben Dollar oder 50 Cent, die von 1916 bis 1947 geprägt wurde. Benannt ist die von Adolph Alexander Weinman gestaltete Münze nach ihrem Motiv, der schreitenden Freiheitsgöttin Lady Liberty.

  • Troll (S.253)

Das Wort Troll bezeichnet:

  • ein nicht-menschliches Wesen in Mythologie und Literatur, siehe Troll (Mythologie)
  • davon abgeleitet
    • jemanden, der im Internet in Diskussionsforen, per E-Mail oder ähnlichem andere Personen oder Gruppen gezielt provoziert, siehe Troll (Netzkultur)
    • jemanden, der die Rechte von (eingekauften) Patenten verwertet, ohne an einer Nutzung des Patentgegenstandes interessiert zu sein, siehe Patent-Troll
  • einen Motorroller der 1960er Jahre aus Ludwigsfelde, siehe Troll (Motorroller)
  • ein norwegisches Automobil der 1950er, hergestellt von der Troll Plastkarosseri og bilindustri in Lunde (Telemark), siehe Troll (Auto)
  • eine norwegische Antarktisforschungsstation, siehe Troll (Forschungsstation)
  • eine Berliner Rätselzeitschrift, siehe Troll (Zeitschrift)
  • eine französische Comicserie, siehe Troll von Troy (franz. Trolls de Troy)
  • eine norwegische Black-Metal-Band, siehe Troll (Band)
  • eine norwegische Gasförderplattform, siehe Troll-Gasfeld
  • eine Serie von B-Filmen beginnend 1986: Troll (1986), Troll 2, Contamination .7
  • einen Film von Joe D’Amato, siehe Troll 3 (Titel ist ein Etikettenschwindel, hat nichts mit oben genannter Filmreihe gemein)
  • die schlechteste Notenstufe in der Zaubereischule Hogwarts der Harry-Potter-Romane
  • …und ab durch den Spiegel…(S.198)

“Orphée” von Jena Cocteau gesehen?

  • …doch hier, im winterlichen Reinickendorf….

Der Bezirk Reinickendorf ist seit 2001 der zwölfte Verwaltungsbezirk von Berlin. In der Zeit nach 1945 gehörte in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin der Bezirk Reinickendorf zum französischen Sektor von Berlin und damit bis zur Wiedervereinigung zu West-Berlin. Hiess der Fussballclub da net “Reinickendorfer Füchse”?

  • Tyrischer Purpur, Alizarin und Indigo….. (S. 267)

Alizarin ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung aus der Gruppe der Anthrachinone, die vor allem als Farbstoff genutzt wird. Alizarin ist nicht mit dem Azofarbstoff Alizaringelb zu verwechseln. In der Natur kommt Alizarin, mit Primverose zur Ruberythrinsäure glycosidisch verbunden, in der Wurzel des Färberkrapps vor.Das Wort Alizarin stammt vermutlich vom spanischen alizari ab, welches sich vom arabischen al-usara ableitet. Beide Begriffe stehen für Krapp.

  • …um irgendein Stück von Ernesto Lecuona zu hören, wahrscheinlich “Siboney”… (S.272)

Siboney yo te quiero
yo me muero por tu amor
Siboney, I love you. I die for your love

Siboney al arrullo
de la palma pienso en ti
Siboney, before I sleep, I think of you

Ven a mi
que te quiero
y de todo tesoro
eres tu para mi
Come to me, because I love you. I will give you all my treasures. You are made for me

Siboney al arrullo
de la palma pienso en ti
Siboney, before I sleep, I think of you

Siboney de mi sueño
si no oyes la queja de mi voz
Siboney, of my dreams, if you don’t hear my voice’s complaint…

  • Höret die Engel, sie künden uns laut

Mrs. Simpson hat unsern König geklaut….

Wallis Simpson (* 19. Juni 1896 in Blue Ridge Summit, USA; † 24. April 1986 in Paris; Geburtsname: Bessie Wallis Warfield) war Herzogin von Windsor. Sie war der formelle Grund für die erzwungene Abdankung des britischen Königs Edward VIII. im Jahre 1936.

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