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15. Februar 2017

Fussnoten XXI: Schwȁrze – Leukȁmie der Seele

  • Kenosha

Stadt am Ufer des Michigan-Sees, zwischen Chicago und Milwaukee.

“Ich komme aus Kenosha, Wisconsin. Meine Leute haben eine kleine Farm dort drüben. Verschneite Felder und Zaunpfȁhle bis nach Chicago rein. Der Schnee bedeckt die alten, aufgebockten Autos in den Schrotthöfen…grosse weisse Pakete…wie ein grosses Grabregister sieht es aus in Wisconsin…Heh, heh…” (1004)

  • Atropos

Eine der drei Moiren, sie schneidet den Lebensfaden ab, den ihre Schwestern Klotho und Lachesis gesponnen und bemessen haben.

“Und Atropos ist’s, die ihnen (des Colonels Haaren, Anm. des Autors) ihre Lȁnge zumisst und sie durchtrennt. So ist Gott, unter dem Aspekt der Moira, der Unerbittlichen, in dieser Nacht der Herrscher über Eddie Pensiero (des Friseurs, Anm. d. A.)”

  • Rainer Maria Rilke

Rilke, geboren 1875 in Prag, gestorben 1926 in Montreux, einer der meistgelesenen Lyriker…

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“Über die Leidstadt gibt’s ein scharfes Gedicht, von einem Deutschen, Mr. Rilke. Aber wir werden’s nicht lesen,denn wir fahren nach Glücksstadt. Der Weichensteller hat dafür gesorgt…” (1007)

  • Baldwin

Stanley Baldwin, 1867 – 1947, britischer Premierminister zwischen den Weltkriegen.

“So trȁumt Byron (die Birne) von seiner Guerillastreitmacht, ob Herbert Hoover oder Stanley Baldwin, alle wird er sie erwischen, ein einziger, koordinierter Schlag in ihre sȁmtlichen Fressen zugleich…” (1014

  • Hoover

Herbert Hoover, 1874 – 1964, 31. Prȁsident der USA zur Zeit der Grossen Depression. Komischerweise sagten wir in der Schweiz zu einem Staubsauger “ȁn Hoover” (Marke?)

  • Ford 37

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“…ein Grinsen wie der Grill vom Ford ’37…” (1007)

  • Isadora Duncan

Angela Isadora Duncan, 1877 oder 78 – 1927, in San Francisco geborene Tȁnzerin, die spȁter in Westeuropa und der Sowjetunion lebte, Atheistin, Kommunistin und bisexuell J

Neben dem strengen Regime des klassischen Ballets schuf sie eine neue Form des Tanzes.

duncan

Sie war – auch – mit dem Poeten Sergej Jesenin verheiratet. Ums Leben kam sie, als ihr Schal sich im Rad ihres Wagens verfing.

Einmal, in einem Pariser Café, erregte sie durch ihre Betrunkenheit so viel Aufmerksamkeit, dass Scott F. Fitzgerald und seine Frau Zelda unbemerkt Salz- und Pfefferfass stehlen konnten.

“Was ihr vorgeschwebt hatte, war mehr die Isadora Duncan-Masche…” (1029)

  • Benjamin Franklin (1706 – 1790), einer der Gründervȁter der USA,

Polimathematiker, Drucker, Autor, Politiker, Erfinder, Wissenschaftler, Postmeister, Staatsmann, Diplomat und politischer Aktivist. Die – amerikanische – Aufklȁrung: ohne ihn nicht denkbar.

Erfinder des Blitzableiters. Konstrukteur eines raucharmen Kohleofens, der Glasharmonika, der Bifokalbrille, der Schwimmflossen und des flexiblen Harnkatheters. Herausgeber eines Almanachs, Gründer einer Miliz sowie Unterhȁndler des Pariser Friedens zwischen Englȁndern, Franzosen und US-Amerikanern.

“Was das Propagandaflugblatt zu erwȁhnen vergessen hatte, war die Tatsache, dass Benjamin Franklin auch noch den Freimaurern angehörte…”

  • Napoleon-Dreispitz

War in Wirklichkeit ein Zweispitz, mit einem “N” vorne drauf.

“…hier gibt’s…wilhelminische Pickelhauben aus dem Ersten Weltkrieg und Babyhȁubchen und Napoleon-Dreispitze, mit oder ohne N drauf…” (1039)

 

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2. Oktober 2014

Katje Borgesius

Sie ist eine Holländerin, die das ganze Buch über auftaucht.

Wir begegenen ihr zum ersten Mal im Gebäude der Mannschaft von Pirate Prentice, kurz nachdem bei der alten Abtei bei Ick Regis über den Klippen der englischen Südküste, wo ein Schwung irrer Wissenschaftler (es ist ein altes Irrenhaus) dem Kommando des alten, 1940 reaktivierten Brigadiers Pudding als “Weisse Visitation” für die parapsychologische Kriegsführung “forscht” (151),

Pointsman und Roger Mexico zusammen dem winterlichen Ufer entlanggehen und sich kontrovers über Slothorp als Versuchskaninchen und die mögliche Umkehrung von Ursache und Wirkung (wie die V2 zuerst einschlägt und man erst dann ihren Fluglärm hört, könnte also die Wirkung vor die Ursache zu liegen kommen?) unterhalten. Das Gebäude befindet sich in Chelsea; wie wir wissen, kultivieren auf der Dachterrasse Osbie Feel seine Arzneipflanzen und Prentice seine Bananen.

Katje ist hochgewachsen, breitschultrig und blond. Zu Osbie Feels Verwunderung trägt sie keine Kloggen sondern hochhackige Pumps, auch sind Make-Up, Rouge und ausgezupfte Augenbrauen zu erkennen. Osbie Feel – der von manchen als die Verkörperung von Pynchon in seinem eigenen Buch gehalten wird – beschäftigt sich gerade mit Pilzen (einer milderen Abart von Amanita phalloides, dem Knollenblätterpilz).

Zunächst kommen ihr Erinnerungen an den Hauptmann Blicero, der sie und ihren “Bruder” (im Schicksal) einst in Holland – Blicero war dort Kommandant einer V2-Batterie, die östlich von Den Haag und nahe Wassenaar auf einer ehemaligen Pferderennbahn stationiert war – zwischen mancherlei Sexspielen wie Hänsel und Gretel im Käfig gehalten hatte (154).

Der Hauptmann Blicero, homosexuelle “Reflexe” und Rilke, besonders seine Zehnte Elegie, liebend, wundert sich, dass seine Stellung noch nie von den englischen Spitfires getroffen wurde. Vielleicht ist Katje ja doch eine britische Agentin, die ihr eigenes Leben retten will? Aber sie ist doch Parteimitglied, hat mehrere jüdische Familien verraten und gilt in der Kantine in Scheveningen, wo sie arbeitet(e) als äusserst tüchtig? Nein, entscheidet er, es ist um ihres Spiels willen, letztlich muss er von den Kindern in den Ofen gestossen werden, damit die Hexe in seinem Körper verbrennt, und nicht im Bombenhagel umkommt.

(Wie findet ihr die Konstellation? Raketen gegen Bomben. Erinnert euch das an den jüngsten Gaza-Konflikt? Anm. T.K.)

Aber Katje scheidet schliesslich aus dem Spiel aus. Sie geht. Es wird uns durch Gottfried berichtet: “Er sah sie nicht zum ersten Mal davonschleichen, und es gibt ja auch Gerüchte, dass sie zum Widerstand gehört oder in einen Stukaflieger verliebt ist, den sie aus Scheveningen kennt. Aber sie scheint auch Hauptmann Blicero zu lieben?…” (167)

Unter abenteuerlichen Umständen flieht sie nach England und (zu ihrem Führungsoffizier) Prentice. “Aber wo wollen Sie jetzt hin?” “Ich weiss es nicht. Fällt Ihnen nicht ein guter Platz ein?”

Die ‚Weisse Visitation’”, schlug Pirat vor.

‚Weisse Visitation‘ klingt gut”, sagte sie, und machte einen Schritt ins Leere hinein… (173)

Pirat hat was zum Grübeln, daran liegt’s. Ständig muss er daran denken, wie auffällig Katje jetzt jede Erwähnung des Hauses im Wald vermeidet. (174) “Scheiss drauf’” mag sie sagen, und aus welchen Gründen sie aus dem Spiel ausgeschieden ist, werden wir nie erfahren.

Lang und breit wird nun geschildert, wie Frans Van der Groovs auf Mauritius mit einer alten Hakenbüchse (Haakbus) die einheimischen Dronten dezimiert, bis sie schliesslich im Jahre 1681 ausgerottet sind und ganz von der Erde verschwinden. Ob das dem guten Frans klar war? Frans wird als Vorfahre von Katje geschildert (und wenn er nur als Holländer Vorfahre wäre). (176)

In der ‚Weissen Visitation‘ schleppt Webley Silvernail den einzigen Filmprojektor durch die Korridore, um dem Kraken Grigori einen stummen Streifen vorzuführen, der Katje zeigt. “Lautlos folgt ihr die Kamera, während sie langbeinig und planvoll ziellos durch die Räume schlendert, die breiten Schultern, die an eine Halbwüchsige denken lassen, auswärts gereckt, das blonde Haar zu einer modischen Hochfrisur getürmt, die, so gar nicht niederländisch-bieder, von einem alten, blinden Silberdiadem gehalten wird…” (184)

2. Une Perm‘ au Casino Hermann Goering

Am Mittelmeerstrand nahe Antibes rettet Slothorp Katje aus den Fängen eines Kraken (es ist der von Dr.Porkjewitsch betreute Grigori) . (296f)

Slothorp hat auch prompt das Gefühl, dass das ganze Bruhaha mit dem Kraken kein Zufall war.

Katje sagt: “Vielleicht war’s uns sogar vorherbestimmt, dass wir uns trafen…” (301)

Um Mitternacht in Katjes Zimmer 306 trägt sie dann einen pelzverbrämten, reich mit Pailletten bestickten weissen Mantel mit wattierten Schultern und fransigen weissen Straussenfedern an Hals und Ärmeln.

Als sie ficken, schlagen “die gestreckten Oktaeder ihrer Gagatohrringe gegen ihre Wangen…” (313)

Am Morgen werden S. sämtliche Sachen (Kleider) geklaut. In der Verfolgung des Diebes springt S. auf einen Baum, klettert hoch zum Wipfel, welcher abbricht und mitsamt S. mitten in eine krockettspielende Gesellschaft (Anspielung auf Alice im Wunderland) fällt. Katje bleibt zurück.

3. In der Zone

Viel später taucht Katje in dem phantasmagorischen Museum (ab 820) wieder auf, sie fällt Prentice in die Arme – oder er ihr – und sie tanzen.

17. Februar 2011

“Makkaronisch” Fussnoten zum Rest des 1.Kapitels (in dem es schweinisch zugeht)


  • …selbst einen makkaronischen Gesang aus Deutschland….(S.209)

Eine unserer Geheim- bzw. Sparsprachen wie Pidgin, Kréole, Argot, Jiddisch, Denglisch, Rotwelsch, Kauderwelsch (jede Verwechselung mit gegenwärtigen Politikern wäre rein zufällig!), Küchenlatein…..

Der Name kommt wohl von den sizilianischen Teigwaren her, er wird auch oft pejorativ für Italiener im Allgemeinen gebraucht.

Beispiel à la Pynchon bzw. Heinrich Suso:

O Jesu parvule hehe

Nach dir ist mir so weh hehe

Tröst mir mein Gemüte

O puer optime hehe

Durch alle deine Güte

O princeps gloriae ae ae

Trahe me post te he

Trahe me post te!

Ein makkaronisches Gedicht aus den USA (sollten wir “maccaroni” schreim?):

The Most Important Letter In My Name
To the Tune of „America the Beautiful“

Oh, beautiful for E and R,
for I and K and A,
Oh, beautiful for all of these,
Especially the K!
I’m Erika, I’m Erika,
God shed his grace on me,
But not on those who write my name
And spell it with a C!

Auch der PC schreibt oft makkaronisch:

to Knack, tu nadr, v. a. unb v. n. ettU,
gewiffe&@evnufd) vjen fid) geben, fna^
(fcn , mit einem (53ernurd)e jevbrecüen.
to knack a Nut, eine 3tUB fnacfen.
to knack with his Fingers, mit ben
Ringern fnacfen. * 

Knacker, md'Ot, S. 1) ein fnacfcn* -
beö cber fnarvenbeö «Spieljeug» a) ein
9^u9fni;cfer. 5) berjenige, wcldjer
!ltlne(5Jerdt{)fi)aften verfertiget. 4) ein
©cild'.

 

  • Das war aber auch schon alles, was die “Weisse Visitation” den Bürgern von Ick Regis an Abwechslung zu bieten gehabt hatte… (S.120)

Ort an der Kanalküste Englands, nahe den Klippen steht die “Weisse Visitation”. Konnte den Ort net finden, könnte aber so aussehen:

“Frühe Barbaren Europas, die sich dicht genug unter diese Küste gewagt hatten, sahen diese weissen Barrieren durch den Nebel schimmern und wussten, wohin ihre Toten entführt worden waren…”

Es gibt einen Ort Bognor Regis westlich von Brighton (Brighton wird im Buch erwähnt)

  • …aber er hört Mrs. Quods lüsternes mnjam mnjam…(S.192)

Niam Niam: großer, zu den Nubavölkern gehöriger Volksstamm in Zentralafrika, unter 4–6° nördl. Br., im Gebiet der Quellen des Bahr el Gazal und der Wasserscheide zwischen diesem und den entweder zum Congo oder zum Schari fließenden Gewässern, welcher so von den Dinka, auf den Kannibalismus des Volkes anspielend, genannt wird, während derselbe bei den Monbuttu Babungera, bei den Mittu Makaraka oder Kakaraka heißt. Die Niam-Niam, deren Zahl 2 Mill. betragen soll, haben sich, kurz ehe die ersten Europäer zu ihnen kamen, nach Norden  hin ausgebreitet, die Stämme, auf welche sie stießen, unterjochend oder vertreibend. Im O. sind die durch fremde Zumischung ihnen entfremdeten Bongo (Papa was the king of Bongo) den Niam-Niam zuzurechnen. Die Hautfarbe ist rotbraun, das wollig-krause Haar wird in phantastische Flechten und Knoten gelegt, auch zu einem Strahlenkranz geflochten, der den Kopf wie ein Heiligenschein umgibt. Als Stammesabzeichen tättowieren sich die Niam-Niam drei oder vier mit Punkten ausgefüllte Quadrate auf Stirn, Schläfen und Wangen, ferner eine ╳-förmige punktierte Figur auf der Magengrube. Außerdem tragen sie mancherlei individuelle Tätowierungen. Die Schneidezähne feilen sie spitz. Als Kleidung dient ein Fellschurz, auf dem Kopf wird eine vierkantige, mit Federn ausgeputzte Strohmütze getragen. Zieraten sind Schnüre von Zähnen, Glasperlen und Drahtringe um Arme und Beine, die letzten namentlich bei den Frauen. Ihre kegelförmigen, gut gebauten Hütten sind zu kleinen Weilern gruppiert, die inmitten der Ackerfelder liegen; auf letztern bauen die Frauen Eleusine, Bataten, Mandiok, Yams und Tabak. Einzige Haustiere sind Hunde, die man mästet, und Hühner. Die Männer betreiben die Jagd. Die Menschenfresserei herrscht bei allen Stämmen; dem Menschenfett schreibt man eine berauschende Wirkung zu. Ihre Waffen sind Lanzen, hübsch gearbeitete Dolche, Krummsäbel, zackige Wurfeisen, länglich-oval geflochtene Schilde; seltener Bogen und Pfeile. Im Familienleben zeigt sich ein größerer Grad von Kultur als bei allen andern Völkern dieser Gegenden. Es herrscht Vielweiberei, doch hängen die Männer mit großer Liebe an ihren Frauen. (Anm. hibou: sie haben sie wohl zum Fressen gern?)

  • Als ob hier täglich ein Pearl Harbor stattfände… (S.110)

Durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor, der den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg auslöste, wurde der Hafen weltbekannt. Der Luftangriff erfolgte in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 und kostete 2.403 US-Amerikaner das Leben. Bei diesem Angriff wurde dieser Marinestützpunkt zerstört. Obwohl die gefürchteten Kamikaze durch die Japaner strategisch erst ab 1944 eingesetzt wurden, gab es bereits Angriffe solcher Art in Pearl Harbor.

  • …das sind die Arschgesichter hinter FDR…” (S.112)

Franklin Delano Roosevelt, US-Präsident 1933-45

  • …in der sie ihre Possen reissen, oinken, sommers Kühlung finden…(S.135)

du Ferkel!

  • …absurd wie ein Zuave…(S.150)

Zuaven nannten sich die Angehörigen historischer Infanterieeinheiten. Der Name geht auf den kabylischen Stamm der Zuauas im Distrikt Zuaua (Zuavia) in der algerischen Provinz Constantine zurück, die bereits zu Zeiten des Osmanischen Reiches Söldnertruppen stellten, die für ihre Tapferkeit berühmt waren. Leif Miles, übernehmen sie! Zuave hat nix mit Suevia (Schwaben) und auch nix mit des Papstes Schweizergarde zu tun J

  • …denn diese eigenartigen Verwandten der tödlichen Amanites phalloides (Rahab: Phallus!) sind es, denen Osbies Aufmerksamkeit gilt… (S.151)

Der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) ist eine Pilzart aus der Gattung der Wulstlinge (Amanita). Er ist ein mit Laubbäumen vergesellschafteter Mykorrhizapilz. Der Verzehr von nur geringen Mengen des Fruchtkörpers dieses Giftpilzes kann tödlich giftig sein, da die enthaltenen Gifte (Amatoxine und Phallotoxine) zu Leberversagen führen.

  • Doch die Spitfires werden sich … schadlos halten…(S.158)

Die Supermarine Spitfire war ein einsitziger Abfangjäger, der vor allem während des Zweiten Weltkrieges von der Royal Air Force und vielen Alliierten eingesetzt wurde. Die gute Wendigkeit des bei Supermarine Aviation Works (Vickers), Ltd. ursprünglich unter dem Chefkonstrukteur Reginald J. Mitchell und seinen Nachfolgern (Mitchell starb 1937) entwickelten Flugzeugs machte es bei den Piloten sehr beliebt. Bei Supermarine und seinen Lizenznehmern wurden mehr als 20.300 Spitfires aller Varianten gebaut. Die Maschine wurde während des gesamten Zweiten Weltkriegs an allen Fronten eingesetzt und blieb auch danach bis weit in die 1950er-Jahre im Dienst.

  • …der im Köfferchen ein Exemplar der Duineser Elegien bei sich trug… (S.162)

Duino-Aurisina (slowenisch Devin-Nabrežina, deutsch Thübein-Nabreschin oder auch Tybein) ist eine Gemeinde mit 8675 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2009) an der Adriaküste im Nordosten Italiens, in der Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest. In Duino befinden sich mehrere hochinteressante Kirchen, die teilweise auf spätantiken Fundamenten stehen. Zudem weist der Ort gleich mehrere Burgen und burgartige Schlösser auf. Die bekannteste Anlage, das Neue Schloss, das sich heute im Besitz der Familie Thurn und Taxis befindet und von ihr bewohnt wird, zeigt unter anderem die berühmte Palladianische Treppe. Einige Säle des Schlosses sind jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Zu besichtigen sind unter anderem ein Pianoforte, auf dem Franz Liszt während seines Aufenthaltes hier musiziert hat, und der Schlosspark, mit herrlichem Blick auf den Golf von Triest. Auch die Grafen von Chambord, Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Josef I., Erzherzog Maximilian mit Charlotte, Eleonora Duse, Johann Strauss, Gabriele D’Annunzio, Paul Valéry, Mark Twain, Victor Hugo und Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich nahmen oft in dem Schloss Aufenthalt. In Duino starb ferner 1906 der Physiker Ludwig Boltzmann.

Während seiner Aufenthalte auf Schloss Duino schrieb Rainer Maria Rilke als Gast der Prinzessin Marie von Thurn und Taxis seine Duineser Elegien. An den Dichter erinnert der berühmte Rilkeweg entlang der Felsen zwischen Sistiana und Duino, von dem aus sich ein Panorama-Blick auf die Bucht von Sistiana, den Golf von Triest und das Schloss bietet.

  • …hat jemand mit der Spitze eines Bajonetts die Worte “In hoc signo vinces” in die Rinde geritzt… (S.164)

„in hoc signo vinces“ (zu deutsch „In diesem Zeichen wirst du siegen“) ist eine lateinische Redewendung und Übersetzung der griechischen Phrase „τούτω νίκα“. Sie bezieht sich auf einen Sieg im Zeichen des Christentums. Eine andere Version, die sich später auf Münzen fand, lautet hoc signo victor eris („Unter diesem Zeichen wirst du Sieger sein“).

Der griechische Kirchenschriftsteller Eusebios von Caesarea ist Verfasser der Biographie Kaiser Konstantins (Vita Constantini). In dieser berichtet er von einer Schlacht Konstantins gegen Maxentius an der Milvischen Brücke im Jahr 312. Konstantin soll vor dieser Schlacht ein leuchtendes Kreuz mit der Inschrift τούτῳ νίκα erschienen sein. Der Feldherr soll infolge dieser Erscheinung einen Traum gehabt haben, in dem Christus ihm erklärte, dass er das Zeichen gegen seine Feinde einsetzen solle. Eusebius berichtet weiter, dass Konstantin daraufhin befohlen habe, das Labarum als Feldzeichen zu verwenden (vgl. Christusmonogramm).

Diese Redewendung war der Leitspruch der 4. Gardebrigade der kroatischen Armee; sie findet sich auch auf den Packungen der Zigarettenmarke „Pall Mall“

Anmerkung hibou: woraus hervorgeht, dass das Christentum vor allem als kriegerische Methode Zukunft hatte (was Konstantin und seine Fans betrifft)

  • …im Regent’s Park zu den Leoparden und Pekaris…(S.196)

Die Nabelschweine, neuweltlichen Schweine oder Pekaris (Tayassuidae) bilden eine mit den Echten oder altweltlichen Schweinen eng verwandte Familie der Paarhufer. Der Name Pekari entstammt der Sprache der brasilianischen Tupi-Indianer und bedeutet in etwa „Tier, das viele Wege durch den Wald macht“.

  • …unter den Faltenwurf von Miss Libertys Gewand zu schielen versucht….(S.218)

Der Walking Liberty Half Dollar ist eine US-amerikanische Silbermünze zu einem halben Dollar oder 50 Cent, die von 1916 bis 1947 geprägt wurde. Benannt ist die von Adolph Alexander Weinman gestaltete Münze nach ihrem Motiv, der schreitenden Freiheitsgöttin Lady Liberty.

  • Troll (S.253)

Das Wort Troll bezeichnet:

  • ein nicht-menschliches Wesen in Mythologie und Literatur, siehe Troll (Mythologie)
  • davon abgeleitet
    • jemanden, der im Internet in Diskussionsforen, per E-Mail oder ähnlichem andere Personen oder Gruppen gezielt provoziert, siehe Troll (Netzkultur)
    • jemanden, der die Rechte von (eingekauften) Patenten verwertet, ohne an einer Nutzung des Patentgegenstandes interessiert zu sein, siehe Patent-Troll
  • einen Motorroller der 1960er Jahre aus Ludwigsfelde, siehe Troll (Motorroller)
  • ein norwegisches Automobil der 1950er, hergestellt von der Troll Plastkarosseri og bilindustri in Lunde (Telemark), siehe Troll (Auto)
  • eine norwegische Antarktisforschungsstation, siehe Troll (Forschungsstation)
  • eine Berliner Rätselzeitschrift, siehe Troll (Zeitschrift)
  • eine französische Comicserie, siehe Troll von Troy (franz. Trolls de Troy)
  • eine norwegische Black-Metal-Band, siehe Troll (Band)
  • eine norwegische Gasförderplattform, siehe Troll-Gasfeld
  • eine Serie von B-Filmen beginnend 1986: Troll (1986), Troll 2, Contamination .7
  • einen Film von Joe D’Amato, siehe Troll 3 (Titel ist ein Etikettenschwindel, hat nichts mit oben genannter Filmreihe gemein)
  • die schlechteste Notenstufe in der Zaubereischule Hogwarts der Harry-Potter-Romane
  • …und ab durch den Spiegel…(S.198)

“Orphée” von Jena Cocteau gesehen?

  • …doch hier, im winterlichen Reinickendorf….

Der Bezirk Reinickendorf ist seit 2001 der zwölfte Verwaltungsbezirk von Berlin. In der Zeit nach 1945 gehörte in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin der Bezirk Reinickendorf zum französischen Sektor von Berlin und damit bis zur Wiedervereinigung zu West-Berlin. Hiess der Fussballclub da net “Reinickendorfer Füchse”?

  • Tyrischer Purpur, Alizarin und Indigo….. (S. 267)

Alizarin ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung aus der Gruppe der Anthrachinone, die vor allem als Farbstoff genutzt wird. Alizarin ist nicht mit dem Azofarbstoff Alizaringelb zu verwechseln. In der Natur kommt Alizarin, mit Primverose zur Ruberythrinsäure glycosidisch verbunden, in der Wurzel des Färberkrapps vor.Das Wort Alizarin stammt vermutlich vom spanischen alizari ab, welches sich vom arabischen al-usara ableitet. Beide Begriffe stehen für Krapp.

  • …um irgendein Stück von Ernesto Lecuona zu hören, wahrscheinlich “Siboney”… (S.272)

Siboney yo te quiero
yo me muero por tu amor
Siboney, I love you. I die for your love

Siboney al arrullo
de la palma pienso en ti
Siboney, before I sleep, I think of you

Ven a mi
que te quiero
y de todo tesoro
eres tu para mi
Come to me, because I love you. I will give you all my treasures. You are made for me

Siboney al arrullo
de la palma pienso en ti
Siboney, before I sleep, I think of you

Siboney de mi sueño
si no oyes la queja de mi voz
Siboney, of my dreams, if you don’t hear my voice’s complaint…

  • Höret die Engel, sie künden uns laut

Mrs. Simpson hat unsern König geklaut….

Wallis Simpson (* 19. Juni 1896 in Blue Ridge Summit, USA; † 24. April 1986 in Paris; Geburtsname: Bessie Wallis Warfield) war Herzogin von Windsor. Sie war der formelle Grund für die erzwungene Abdankung des britischen Königs Edward VIII. im Jahre 1936.